Dienstag, 26. Oktober 2010

Der 200 Meter / 90 Minute Spaziergang


Das Wetter ist heut gar nicht schön
doch sollten wir spazieren gehen.
Wir, dass sind Justice, Georg und auch ich
wir freuen uns schon königlich.

Die beiden sind da gerade mal zwei
und natürlich bei allem mit Eifer dabei
Beim Anziehen helfen wir zu dritt
doch Spielzeug muss doch auch noch mit.

Justice schiebt den Puppenwagen
aber Georg sollte auch was haben.
Ein Wagerl aus Holz ist noch im Haus
und Georg schaut zufrieden aus.

Schon geht es los, sie sind ganz stolz
auch Georg mit dem Wagen aus Holz.
Nach 15 Metern - beim Nachbarn - erster Halt:
da wachsen Blumen, schnuppern wir halt.

Genug bewundert, weiter im Trott
50 Meter zum Feldweg geht`s jetzt ganz flott
nun müssen die Kleinen sich richtig plagen
über den holprigen Weg mit den Wagen.

Georg findet sich eine Nuss
die man gemeinsam anschaun muss.
Die Entscheidung fällt, die Nuss muss mit
und schon geht’s weiter, so 10 Schritt.

Kastanien glänzen braun und schön
da kann man nicht einfach weitergehen
Justice stopft sie sich in ihre Taschen rein
doch Georg sieht das gar nicht ein.

Da müssen sie gleich wieder raus
und jetzt trägt Oma sie nach Haus.
Nun fängt es noch zu Regnen an
und es geht weiter wie es begann.

Drei Büsche weiter steht ein Strauch
mit schwarzen Brombeeren und die schmecken auch
wir bleiben stehen und essen sie weg
eher zu drängen hätte eh keinen Zweck.

Zum weitergehen wir nun bereit
Sie haben schon viel Spaß zu zweit
nach 20 Metern bleiben sie stehn
Orange Blüten sind zu sehen.

Physalis blühn am Wegesrand
bisher den beiden unbekannt
Die Oma löst die Beeren aus
schon haben wir nen leckern Schmaus

Schnell lernen sie den Aufmachtrick
und öffnen sie selbst und Oma macht mit.
Der Regen tropft, wir sind schon nass
doch haben wir immer noch sehr viel Spass

Schön langsam geht’s ans weitergehn
es gibt doch noch viel mehr zu sehen
schon beim nächsten Gartenzaun
wartet der nächste kulinarische Traum

Tomaten wachsen da zuhauf
die zwei schaun hoffnungsvoll zu mir herauf
sie schieben sich die Früchte in den Mund
Die Augen sind ganz kugelrund.

Es wird geschmatzt und auch gekleckert
doch bei Oma wird nicht gemeckert
gesättigt und nass gehen wir jetzt nach Haus
der 90 Minuten / 200 Meter Spaziergang ist jetzt aus.

Routine-Einkaufen im EKZ Plus City


Es ist noch früh, doch sind wir hier
beim Jindrak und da warten wir.
Dass er wohl schließe auf um 9.
Inzwischen wir uns aufs Frühstück freun.

Von frischen Semmeln und Kaffee
von Käse, Schinken und Gelee,
die unseren Gaumen bald beglücken
wir uns im stillen schon entzücken.

Heimlich beobachten wir die Leute
sind sie traurig, müde oder zeigen sie Freude.
Da ist die Platzierung echt schon wichtig
sonst sieht man ja die Gesichter nicht richtig.

Jetzt ists soweit, das Frühstück schmeckt.
Da wird der Einkaufsplan gecheckt:
Zuerst zum Müller, dass ist klar
am Schluss erst dann zum Interspar.

Dazwischen liegen C&A
und Zara, H&M na klar
Auch Deichmann und der Humanic
sind ein Muss, die haben ja den letzten Chic!

Tun uns dann die Füße weh
gibt’s beim Segafredo nen Kaffee.
Und knurrt der Magen ,weil er leer
Der Markusplatz gibt da viel her.

Von da zu Thalia ist`s gar nicht weit
Da brauchen wir die meiste Zeit
Viel Bücher gibt’s da zu erkunden
Das EINE ist da nicht gleich gefunden.

In vielen schönen Leseecken
wir viele spannende Geschichten entdecken
Findet man das richtge dann
es an der Kasse zahlen kann.

Jetzt sind wir fertig bitte sehr.
Da muss noch ne Belohnung her!
Ein Eis von Surace, dass muss sein
Erst dann gehen wir zufrieden heim.

Das Börserl leer, das Auto voll
geht es nach Hause, oh wie toll!
Die Schätze werden gleich verräumt,
der Einkaufstraum ist aus geträumt.

Der Dienstplan


Unser Dienstplan erstellen ist nicht leicht.
Da die eine oder andere Wunschfrei einreicht.
Urlaub, Frei und Krankenstand
soll berücksichtigt werden mit Verstand.

Nach vielem Planen und probieren dann
reift bei Schwester Sabine der Dienstplan heran.
Genügend Personal sollte auch erscheinen.
Das ist viel schwerer als manche meinen,

Ab 10, des Monats schaut man schon nach,
ist der Dienstplan schon da? War die PDL brav?
Diskutiert wird schon das geplante Frei;
und ob das Wunschfrei berücksichtigt sei.

Liegt er dann auf dauert es nicht lang
da bildet sich schon eine Schlang´
Die Buschtrommel ist in voller Aktion
es gibt den neuen Dienstplan schon.

Jeder kommt und kontrolliert.
Oh, Gott! Am Montag sind wir nur zu viert.
Da wird nicht gebadet dass ist ganz klar.
Am Dienstag sind wir zu siebt da geht`s wunderbar.

Mit wem hab ich denn Nacht ist sie mir genehm?
Oh! Schreck mit DER? Hast du es schon gesehn?
Am 10. brauch ich dringend frei.
Schon geht sie los die Dienst tauscherei.

Der Dienstplan in langen Stunden entsteht
selten genau so den Monat übersteht.
Mal wird jemand krank oder zum Arzt muss das Kind
schon ruft man an dass man heut nicht kimmt.

Täglich wird der Dienstplan gecheckt
damit er sich mit den Wünschen deckt.
Man freut sich mit manchen zusammen zu sein
und ist man es nicht beißt man eben rein.

Wäre der Dienstplan nicht in Folie gesteckt
er nicht mal 3 Tage überlebt.
Durch so viele Hände er täglich geht
man schaut nach wer hat früh und wer spät.

Wer hat heute Dienst? Wer hat heute Frei?
Und ob man auch nicht benachteiligt sei
Ich glaube es schaut nicht nur so aus
Der Dienstplan ist das wichtigste Dokument im Haus

Selbst die Stimmung wird beeinflusst durch das Papier.
Mit wem bin ich zusammen Passt der mir?
Sind nicht bestimmte Kollegen vor Ort
ist gleich meine gute Laune fort.

Doch passt das Team, was meistens der Fall,
findet der Dienstplan positiven Widerhall
Im nächsten Monat geht`s los von vorn
wenn der nächste Dienstplan ist geborn.


Im Heim Körperpflege im Heim


Um 7 fangen die Schwestern an
und strömen auf die Stationen dann
Auf die Bewohner losgelassen
Die haben viel Arbeit es ist nicht zu fassen

Die Frau Mimi liegt noch schlafend im Bett
sie träumt was schönes oh wie nett
Auf geht die Tür und voll Elan
kündigt sich Schwester Fini an

Guten Morgen Frau Mimi geht`s ihnen gut?
Frau Mimi verschreckt aus dem Bette lugt
Wir werden uns waschen und kleiden dann
Ruft die Schwester als das Wasser schon rann

Frau Mimi schaut noch verschlafen und verdutzt
Was ihr bei Finis Elan auch nichts nutzt
entrissen wird der müden dann
die Bettdecke und es geht weiter wies begann

Das Nachtgewand folgt auf den Fuß
weil man die Frau doch waschen muss
Die Fini wäscht dann mit viel Schwung
mit nassem Lappen im Gesicht herum

Na Frau Mimi wie geht`s uns denn so
Ich bin vom Frei zurück und bin ganz froh
Pausenlos bombardiert die Fini dann
Frau Mimi dass die nicht mal antworten kann

Frau Mimi denkt was will die denn
wie es uns denn geht wo ich sie doch nicht kenn
und kalt ist mir auch sowieso
wenn die dann geht bin ich erst froh

Ich könnt ja noch viel selber machen
Abtrocknen und die Arme waschen
Doch Fini voll in ihrem Element
da wirklich keine Rücksicht kennt

Jetzt ist die Arbeit wohl vollbracht
Da Fini Feierabend macht
Frau Mimi glänzt und spiegelt sich ganz fein
Wo Fini war ist alles rein.

Fix sitzt Frau Mimi im Rollstuhl dann
und Fini die arme schiebt sodann
an den Tisch dort wird sie dann gelassen
und wird von Fini dort verlassen

Im Heim ---- Das Mittagessen


Um 10 vor 10 geht`s langsam los
Da kommt Frau Hilde und Frau Klos
ein Platz ist jedem zugewiesen
sonst gäb`s ein Chaos Gott sei`s gepriesen

Das Personal wird scharf bewacht
ob es auch keine extra Pausen macht
Oh Schwester Hanne ist im Haus
da fällt das Essen sicher lustig aus

Jetzt kommt ein Ehepaar sie klagt über Migräne
gefolgt von einem Herrn dem fehlen noch die Zähne
Schwester Annie kommt und schiebt sie ihm rein
es schaut ganz verwirrt doch Ordnung muss sein

Jetzt setzt er sich noch auf den Falschen Stuhl
das finden alle gar nicht cool
Frau Hilde ruft nach Schwester Monika
doch die ist heute gar nicht da

Zwei Rollstuhldamen treffen ein
Und endlich auch Herr Franz von Stein
es ist fast 11 die Zeit wird knapp
der Herr am falschen Platz hält alle in Trab

Sie zerreißen sich die Mäuler klein
so etwas darf einfach nicht sein
Nun schwingt Herr Stein gleich große Reden
So was hätte es früher nie gegeben

Schwester Fini fällt auf dass was nicht stimmt
und sich sofort den Herrn mit nimmt
auf den richtigen Platz wird er gesetzt
Problem gelöst zu guter Letzt

Nun sind alle am Tisch und harren der Dinge
Wer das Essen serviert und was man ihnen bringe
Pünktlich um halb hört man den Wagen schon
nun gibt es gleich des Wartens Lohn

Kaum steht die Suppe auf dem Tisch
beschwert man sich schon fürchterlich
die Suppe sei ja viel zu heiß
und Frau Klos ist da Fachfrau wie man weiß

Und überhaupt die Kartoffel sind hart
und am Fleisch wird auch gespart
der Salat ist viel zu sauer
Ja die Bewohner sind ja sehr viel schlauer

Der Mann mit den Zähnen macht Sauerei
da kommt zufällig eine Schwester herbei
und assistiert ihm mit viel Geschick
Jetzt isst er gut was für ein Glück

Die Frau mit Migräne schimpft ihren Mann
wie er sich nur so ungeschickt anstellen kann
Dem Herrn von Stein schmecken die Speisen
seine Gedanken um einen Nachschlag kreisen

Punkt 12 ist es das Essen vorbei
jetzt geht sie los die Schreierei
jeder will zuerst ins Bett
alle tun der Schwester ganz nett

Doch die verfolgt ihr eigenes Ziel
und da hilft schmeicheln halt nicht viel
nach und nach begeben sie alle zur Ruh`
nur der Herr von Stein schaut gemächlich zu

Er Träumt schon von dem Abendmahl
da kann er wählen welche Qual
will er heut Topfen oder nicht
doch das ist eine andere Geschicht

Er geht ins Zimmer legt sich nieder
um 2 da trifft man sich ja wieder
da gibt’s Kaffee und auch was dazu
doch jetzt ist erst mal Mittagsruh

Die Gitarre


Da Petra gar nicht singen kann
bot man ihr schon früh eine Flöte an
Damit ohne ihrem falschen Tönen
Weihnachtslieder können ertönen.

Denn Weihnachtslieder bildet man sich ein
müssen zur Adventszeit sein
Ihr Vater selbst kein Musikmann
bot seine bescheidene Hilfe an

Es reichte bald zu Hänschen klein
sie freute sich dass war doch fein
Doch was komplexes schaffte sie
auch mit viel Übens trotzdem nie

Vielleicht war Flöte nicht ihr Ding
dachte sie, als sie sie an den Nagel hing
Musik war ihre Leidenschaft
denn die Musik die gab ihr Kraft

Hört sie ein Lied und es gefiel
sie bald jedem auf den Wecker fiel
Die Texte lernte sie ganz schnell
die Töne jedoch mit gequäl

Eine Gitarre das wär ein Ding
die schön begleitet ihr gesing.
Zu Weihnachten man glaubt es kaum
ging in Erfüllung dieser Traum

Da stand ganz groß ihr Name dran
sogleich fing sie zu zupfen an
Ihr Bruder sagte zeig mal her
zu spielen ist doch gar nicht schwer

Zur Lehrerin sollte sie auch gehen
billig wird’s nicht ihr werdet sehn
Sogleich entbrannt ne Diskussion
braucht sie die Gitarre wirklich schon

Es setzt sich durch ein Elternteil
der Bruder bekam die Gitarre derweil
Die Mutter hat sich durchgesetzt
Klein Petra schaute ganz entsetzt

Man ihr die neue Gitarre nahm
die sie doch grade erst bekam
Es half kein bitten und kein flehn
Das Instrument ward nicht mehr gesehn

Erst viel später wirklich wahr
sah sie sie wieder als „Jonny´s Guitar
Keine Musik mehr – aus der Traum
sie soll auf andere Werte schaun.

EIN TRAUM


Ich träumt dass ich Nordig Walking ging
Mich eine Gabelung empfing
Nach rechts seh ich den einzigen Pfad,
doch kurz bevor ich ihn betrat...

ne ältere Dame und zwei Herrn
sich ganz natürlich zu mir geselln
Ich schaue sie recht freundlich an
bevor ich mit dem weitergehen begann

Meinte ein Herr „Nicht diesen nehmen
nimm den da aber langsam gehen“
Vor mir liegt plötzlich eine Steigung
doch der flachere entsprach mehr meiner Neigung.

Ich hörte auf den Herrn und gehe den Bergauf
Schritt für Schritt ganz langsam hinauf
der zweite Mann sich bemerkbar macht
und mich begleitet mit bedacht

Irgendwie war 1300 das Ziel
wir sind gleich da fehlt nicht mehr viel
Wider Erwarten war es nicht schwer
und Schritt für Schritt kam ich hierher

Ganz oben steht ein hölzern Haus
Es schaut ein wenig verwittert aus
Als durch die Türe ich ging hinein
fiel mir gleich auf der Kerzenschein

Eine letzte extreme Steigung gilts zu überwinden
dazu Geländer als Hilfe sich befinden
gemächlich stieg ich sie hinan
bis ich erschöpft am ende ich ankam

Als ich von unten Beifall ich vernahm
blickte ich mich um woher er denn kam
Unter mir ein Gastraum sich erstreckte
der Beifall kam aus der einen Ecke

Aus der anderen Ecke ich meinen Namen hörte
man über mich herzog was mich störte
ich schau genau wer das denn sei
und erkannte meine Familie am Tisch oh mei
Hinab ging ich und setzte mich dazu
und schon war eine komische Ruh
Wortgeplänkel über dies und dass
ich werde wütend ich hasse so was

Es waren meine Brüder beide mit Frau
und Mutter saß am Kopfende das weiß ich genau
Ich sagte, dass ich sie hab gehört
uns wie sehr mich so etwas stört.

Ich erklärte ihnen was in mir vorging dazu
dass ihre Meinung nicht zählt und LASST MICH IN RUH
kaum das ich den Raum verließ
Sich ihre Stimmen erhoben was nichts gutes verhieß

Schon lästert man gibt mir die Schuld
nun ist es aus mit meiner Geduld
Als nun mit belehrender Mine mein Bruder sich erhob
Ich ihm sofort das Wort verbot

Ich sagte mich los von denen da
uns fühlte mich plötzlich wunderbar
Der begleitende Herr nickt mit lachendem Gesicht
ich sag zu ihm so was wie die brauch ich nicht

Befreit gehe ich den Berg hinab
Falle sogar in einen leichten Trab
Ich freue mich schon auf zu Haus
nun ist diese Geschichte aus.

REHA


Wo ist mein Ziel Wo mein Beginn
Was liegt vor mit wo geht es hin
Werde ich wieder in meine Schablone passen
oder mir extra eine neue machen lassen

Werde ich gestärkt und selbstbewusster sein
Wird es leichter als vorher das wichtige SEIN
Was werden die Kollegen auf der Arbeit wohl denken
gelte ich als schwach oder wird man mir Gehör schenken

Wenn ich mal schwächel stellt man mich an die Wand
und tuschelt „die ist Psycho“ hinter vorgehaltener Hand
Werde ich erkennen die Zeichen im Weg
und richtig reagieren oder Ausreden mir leg

Ich will mit beiden Beinen durchs Leben gehen
und mit Klarheit beide Seiten sehen
Mich besinnen was mit wichtig ist
Familie, Freunde Gesundheit soviel dass es mich nicht auffrisst

Kann ich was war für immer hinter mir lassen
oder kommt es wieder hoch zum Neu befassen
werde ich daraus lernen und lieb zu mir sein
oder stähl ich meinen Panzer hart und gemein

Der Bach Teil 2


Traurigkeit Leere meine Stimmung gedrückt
Ich kann´s nicht verstehen was mich bedrückt
am liebsten blieb ich heute allein
es ist anstrengend unter Leute zu sein
Der Bach von gestern geht mir nicht aus dem Sinn
Wo er herkommt weiß ich aber wo geht er hin
Mir ist bewusst ich bin nicht allein
Thomas und Elizabeth werden bei mir sein.

Aber die Kraft der innere Drang
ist kaum noch zu spüren mir wird schon ganz bang
Antriebslos bin ich heute den Tränen nah
So stark wie selten ist meine Mutter da

Dein Lachen ist schrecklich! Lass den Mund lieber zu! 
Geh weg Du störst nur! Lass mich in Ruh´!
Aus Dir wird nie etwas werden weil du so schlampig bist.
Du machst nichts richtig, es ist alles nur Mist.

Warum gebe ich ihr immer noch den Raum
Mich zu hindern in meinem Lebenstraum
Kann sie nicht schweigen für immer Ruh´n
Wie stell ich das an ? Was kann ich tun?

Noch heute am Telefon kann man´s ganz deutlich hören
Ihre Stimme hart kalt zu mir, zu Thomas betörend
Meine Pflichtanrufe sind nur noch selten und rar
Ich komm eh nicht zu Wort, nur sie ist doch klar.

Wenn ich sie anschau ist sie jetzt alt und klein
in meiner Erinnerung Kalt hart und gemein
Das von mir erreichte hat Ihren Wert
und nicht meinen – Wie Verkehrt.

Ich hab was erreicht ich steh im Leben
Ich seh´s nur nicht so oft steh ich daneben.
Nur durch andere bekomm ich meinen Wert zugeteilt
Ich erkenn´s- kann´s nicht ändern- der Weg ist noch weit.

Am liebsten bereite ich anderen Freude.
Da seh´ ich´s gleich das Lachen der Leute.
Nur mir Freude machen mich anzuerkennen
da fehlt mir noch was- ich kann´s nicht benennen

Ich möchte doch auch nur glücklich sein
Mit meiner Familie oder mit mir allein
Ich erlaube es mir nicht es gilt IHR Verbot
Ich bin nicht Stark genug – meine Seele in Not.

Ich möchte die in ihre Schranken weisen
Die Tür schließen und verschweißen
oder die Tür öffnen und gründlich putzen
Davon hätte ich den meisten Nutzen

Alleine geht`s nicht dass ist mir klar
Hier bekomm ich Hilfe ganz wunderbar
Das richtige Werkzeug hab ich noch nicht
Ich gehe jedoch mutig immer Richtung Licht

Die Wiese Teil II


Hier liegt sie vor mir saftig und grün
fast unberührt schön anzusehen.
Ein Bankerl läd zum Rasten ein
schön ist es hier so ganz allein

Die Blumen sind noch klein und zart
nur die Knospen sichtbar der Boden hart
Moos bedeckt in großen Teilen
möcht ich hier in Ruh verweilen

Der Blick nach links dort plätscherts leise
Ein kleiner Bach singt auf seine Weise
Vogelgezwitscher vom Waldesrand
Ein Weg kaum sichtbar zieht sich durchs Land

Hier ist es freundlich hell und warm
Hier kann Ruhe ich erfahrn
Der Zaun schon alt und fast verfallen
Peaceful- nur Tiergeräusche hallen

Was seh ich und was fühl ich hier
diese Schönheit gehört nur mir
beschützt in meiner Einsamkeit
fühle ich mich wie befreit

Hier kann ich jauchzen und auch lachen
und allerlei Unsinn machen
Weinen Wärme spürn und trauern
Ruhe genießen oder mich auspowern

Die bunten Farben, grün und braun
rot, gelb, blau sind nett anzuschau`n
Teilen möcht´ ich´s nur dosiert
damit mir auch bestimmt nix passiert

Das hier ist mein Reich ganz allein
denn hier bin ich ICH , hier darf ich´s sein.

Der Bach



Hier fließt der Bach gerade und rein.
Wo mag wohl seine Quelle sein?
Irgendwo ganz weit dahinten.
Ist sie wohl sehr schwer zu finden?

Blumen säumen des Ufers Rand
Manchmal dicht wie eine Wand
Schnell fließt er mit Stromschnellen
Gischt bildet sich und viele Wellen.

Das Wasser ist klar das Bachbett zu seh`n
Und Fische die am Ufer steh`n
Kaulquappen drängen sich im Verband
an ruhigen Stellen am Ufer`s Rand

Der Bach komponiert die eigene Melodie
Mit den Tierstimmen wird’s eine Symphonie
aufregend ruhig je nach Fasson
kommt er daher und bewegt sich davon.

Das Wasser kommt gluckernd und plätschernd daher
unruhig bewegt es sich hin und her
Die Gischt schäumt weiß und rein
ich möcht so gern Teil des Wassers sein

Mich treiben lassen zum Meer hinab
Immer in Bewegung immer auf Trab
Am Ufer den Blumen Feuchtigkeit spenden
sich der Sonne der Wärme zuwenden

Barrieren überwinden die am Ende keine sind
so frei wie ein Schmetterling schaukelnd im Wind
verweilen ab und zu am ruhigen Bachesrand
Schaun was gibt’s neues so an Land

Dunkle Untiefen verlieren ihren Schrecken
Sie können voller Überraschungen stecken
Viellicht findet man einen Seelenfreund
mit dem es sich gut gemeinsam Träumt

Sich kuschelnd und tuschelnd das neueste austauschen
gemeinsam dem Singen des Wassers lauschen
Ankommen irgendwo gemeinsam zu zweit
Vielleicht ist das Ziel ja nicht mehr weit

Vergangenheit ist schon geschehn
wir können sie nicht ändern nur verstehn
Die Zukunft liegt zum greifen nah
nur nicht zögern – schwupp ist sie da

Jetzt ist sie Vergangenheit
Der Weg liegt vor mir auch wenns Ziel noch weit 
Der Weg liegt vor mir auch wenns Ziel noch weit